Wir setzen uns für eine harmonische Integration von Klimaschutz, Landnutzung und Landwirtschaft ein, um Brandenburg als Vorreiter in diesen Bereichen zu positionieren. Dabei ist es entscheidend, dass Landwirte wirtschaftlich unterstützt werden und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt und der landwirtschaftlichen Praxis umgesetzt werden.
- Wirtschaftliche Unterstützung für Landwirte durch wirtschaftlich tragbare Maßnahmen zum Klima- und Naturschutz.
- Umsetzung konkreter Schritte und finanzielle Unterstützung für Klimaplan, Nachhaltigkeitsstrategie und Wasserpolitik.
- Interessenausgleich zwischen Umweltschutz und landwirtschaftlicher Produktion, um übermäßige Belastungen für Landwirte zu vermeiden.
- Vermeidung eines umweltpolitischen „Weiter so“ und Überprüfung von bestehenden Umweltstandards und -strategien.
- Verhinderung einer wirtschaftlichen Schieflage bei Landwirten durch gerechte und unterstützende Umwelt- und Agrarpolitik.
Brandenburg als verantwortungsbewusster Akteur im Klimaschutz, eine den unvermeidlichen Klimaänderungen angepasste Landnutzung, gute Lebens- und Arbeitsbedingungen in der land- und forstwirtschaftlichen Produktion, regionale Lebensmittelversorgung in einer sauberen und vielfältigen Natur – das ist unsere Vision für Brandenburg. Das geht nur gemeinsam. Beim Klimaschutz sind alle gefordert, aber es darf niemand überfordert werden.
Für die Land- und Forstwirtschaft muss es möglich sein, Beiträge zum Klima- und Naturschutz nicht nur wirtschaftlich zu verkraften, sondern davon profitieren zu können. Unsere Aufgabe in der Politik sehen wir darin, einen Ausgleich der verschiedenen Interessen zu finden, damit zukünftige Generationen in einer intakten Umwelt leben und darin Nahrungsmittel produzieren können.
Leider sind Umwelt- und Landnutzungspolitik heute immer noch eher ein Gegeneinander als ein Miteinander. Zu oft werden die Kosten für gesellschaftliche Ziele den Landwirtinnen und Landwirten allein aufgedrückt. Damit geraten sie in eine wirtschaftliche Schieflage, das haben die aktuellen Proteste deutlich gezeigt. Es ist aber auch der falsche Weg, einfach alle Umweltstandards über Bord zu werfen. Ein einfaches “Weiter so” ist keine Option. Die aktuelle Landesregierung aus SPD, CDU und Grünen hat die nötige Unterstützung versäumt – Versprechungen über ein Agrarstrukturgesetz, eine Düngestrategie, ein Insektenschutzprogramm, eine Nutztierstrategie wurden gebrochen oder viel zu spät eingelöst. Was die Landesregierung vorlegt, etwa mit dem Klimaplan, der Nachhaltigkeitsstrategie, dem Gesamtkonzept Wasser, ist viel beschriebenes Papier mit viel zu wenig konkreten Umsetzungsschritten und ohne finanzielle Untersetzung.
Damit wird die Zukunft riskiert, sowohl die der Agrarbetriebe als auch unserer natürlichen Lebensgrundlagen.