2.2.6. Reha-Land Brandenburg – mehr als nur Urlaub

Worum es geht:

In Brandenburg sind über 25 Reha-Kliniken aktiv, die für ihre Patienten eine wichtige Rolle in der Rehabilitation spielen. Angesichts des Fachkräftemangels und der steigenden Kosten ist eine umfassende Unterstützung und Weiterentwicklung im Bereich Rehabilitation dringend notwendig.

Maßnahmen kurz und knapp:

  • Förderung der Reha-Kliniken zur Verbesserung der Energieeffizienz und Ressourcenschonung.
  • Erweiterung der Kapazitäten für die Diagnostik und Behandlung von Long Covid und Unterstützung durch Fortbildungsprogramme.
  • Einführung eines allgemeinverbindlichen Tarifvertrags für die Reha-Branche, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
  • Beseitigung der Barrieren zwischen akuter, ambulanter und rehabilitativer Behandlung.
  • Vereinfachung des Zugangs zur Rehabilitation, insbesondere für chronisch kranke Menschen.

Mehr als 25 Reha-Kliniken betten sich in Brandenburgs Naturlandschaft ein. Kurorte wie Bad Freienwalde, Bad Liebenwerda, Bad Belzig oder Bad Wilsnack werden weit über die Landesgrenzen gerühmt. Aber auch Rehakliniken u.a. in Burg/Bórkowy, Lübben/Lubin, Beelitz, Lindow, Bernau, Hohenelse oder Sommerfeld ziehen Patientinnen und Patienten aus nah und fern an.

In Brandenburg stehen mehr als 5.200 Betten für die Rehabilitation zur Verfügung. Knapp 4.000 Beschäftigte versorgen jährlich mehr als 60.000 Menschen. Eine erfolgreiche Rehabilitation ist für die Betroffenen ein Zugewinn an Lebensqualität und dient der Wiedererlangung der Selbstbestimmung bis hin zur vollständigen Genesung. In Anbetracht eines steigenden Arbeitskräfte- und Fachkräftebedarfes liegt der volkswirtschaftliche Nutzen einer Rehabilitation klar auf der Hand. Brandenburg gilt als Vorreiter in der Long COVID-Behandlung und hat sich auch in anderen Bereichen mit Angeboten etabliert. Doch Rehakliniken klagen über einen hohen Investitionsbedarf, steigende Kosten aufgrund der Inflation und einen zunehmenden Fachkräftemangel.

Unsere Projekte:

  • Green Care and Hospital Programm fortführen: Wir werden Reha-Kliniken und ambulante Reha-Einrichtungen weiterhin fördern, um die Transformation zu mehr Energieeffizienz und Ressourcenschonung zu bewältigen.
  • Long Covid-Behandlungskapazitäten ausbauen: Bis zu 10 Prozent der an Covid-19- Erkrankten leidet an Spätfolgen. Die Kapazitäten für Diagnostik und Behandlung müssen sukzessive ausgebaut und an die steigenden Bedarfe angepasst werden. Wir werden gezielte Fortbildungsprogramme und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen zur Behandlung weiter fördern.
  • Allgemeinverbindlicher Tarifvertrag Reha: Gemeinsam mit Ver.di und den Trägern der Reha-Branche werden wir einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag im Bereich Rehabilitation einführen. Gute Arbeit in der Rehabilitation muss auch gut bezahlt werden. Das erhöht die Attraktivität für diese wichtige Arbeit.
  • Sektorengrenzen überwinden: Auch zwischen der akuten stationären, ambulanten Behandlung und rehabilitativen Behandlung gilt es, die sektoralen Grenzen zu überwinden.
  • Finanzierung sichern: Nicht planbare Kostensteigerungen müssen retroperspektiv durch die Kostenträger berücksichtigt und die vereinbarten Pflegesätze angepasst werden.
  • Zugang zur Reha erleichtern: Wir werden den Zugang zur Rehabilitation erleichtern.
    Gerade bei chronisch kranken Menschen sollte auf umfangreiche Begutachtungen und Antragsstellungen verzichtet werden können.